Glasrecycling
Ende der vierziger Jahre wurde zur Verwertung von Altstoffen die SERO in Leipzig gegründet. 1991 entstand in Deutschland das Duale System.
Am häufigsten werden Papier, Glas und Verpackungen gesammelt. Andere Arten der Abfallsortierung sind Bioabfall, Batterierecycling und das Verwerten von Altautos. Die Technik ist inzwischen soweit fortgeschritten, dass Maschinen die Sortierung von Abfällen übernehmen. Für die Zukunft könnte das bedeuten, dass Haushalte ihren Müll nicht mehr explizit trennen müssen.

Aufgabe des Recyclings ist es, aus alten Materialien neue Produkte herzustellen. Nachteilig beim Recycling ist, dass sich die Qualität der neu herzustellenden Produkte verschlechtern kann, weil die Qualität des Materials nicht mehr dem Ursprung entspricht. Der Prozess kann aber auch umgekehrt verlaufen und es können auch hochwertige Produkte erzeugt werden. Da beim Recycling Energie aufgewendet werden muss, zieht man eine Widerverwendung anstatt einer Widerverwertung vor. Glasrecycling ist aus ökonomischer Sicht geeigneter als seine Widerverwendung. Die Kosten für Transport und Aufbereitung sind nicht sehr hoch. Ökologisch gesehen ist die Widerverwendung geeigneter. Allerdings entstehen hohe Kosten für die Reinigung des Glases.

Der Schmelzpunkt des Glases liegt bei etwa 1700 °C und ihn zu erreichen ist energieaufwendig. Positiv ist, dass keine Abfälle oder Schadstoffe entstehen. Gibt man beim Recyclingprozess Glasscherben hinzu, wird dadurch die Schmelztemperatur gesenkt. So kann Energie gespart werden und es müssen weniger Rohstoffe wie Sand, Soda oder Kalk eingesetzt werden.

Altglas muss vor dem Einschmelzen in einer Aufbereitungsanlage von Fremdstoffen und organischem Material befreit werden. Beim Glasrecycling werden bestimmte Anforderungen gestellt. Beim Behälterglas beispielsweise darf ein Restmetallanteil pro Tonne 5 g nicht überschreiten. Auch die Reinheit der Farbe unterliegt strengen Bestimmungen. Daher muss Altglas nach Farben sortiert werden. Wird Glas in Containern gesammelt, muss darauf geachtet werden, dass hitzebeständige Glase wie Cerankochfelder oder Glaskochtöpfe nicht mit weniger hitzebeständigem Glas gemischt werden, auf Grund der unterschiedlichen Schmelztemperatur.

Seit 1998 ist ein stetiger Zuwachs im Bereich der Altglasverwertung zu verzeichnen. Eine grüne Glasflasche besteht derzeit aus einem 90 %igen Anteil Altglas.
 
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