Aquarium
Für den Bau von Aquarien verwendet man Floatglas in den Stärken zwischen 4 und 19 mm. Floatglas ist ein teurer Bestandteil der Aquarien, da für die Abkühlungsvorgänge bei der Herstellung des Floatglases zusätzliche Energie benötigt wird. Weiterhin benötigt der Aquarienbauer zur Herstellung Aquariensilikon als Dichtmittel. Silikon gibt es in verschiedenen Farben, wobei schwarzes Silikonnicht von Grünalgen befallen wird. Es gibt zwei verschiedene Arten der Verklebung. Die Stoßverklebung und die Rundeckenverklebung. Die Stoßverklebung ist durch eine DIN verifiziert und im Versicherungsfall ist diese Verklebung abgesichert. Die einzelnen Scheiben werden auf Stoß verklebt. Bei der Rundeckenverklebung (Wulstverklebung) berühren sich die Kanten des Glases und die Eckkanten werden mit Silikon verklebt, so dass eine Kantenrundung entsteht. Um die Haltbarkeit zu verbessern verstrebt man die Aquarienwände. Längsstreben verhindern die Ausbeulung von Front- und Rückscheibe. Abhängig von der Länge des Aquarium empfiehlt sich mindestens eine Querstrebe um die aufrechten Glasscheiben zu stützen. Nach dem Anbau der Streben wird eine Innenversiegelung vorgenommen. Dabei werden die Aquarien im Inneren mit einer zusätzlichen Silikonfuge versehen, diese erhöht die Stabilität zusätzlich. Für das Halten besonderer Fischarten werden besondere Filteranlagen benötigt. Für diese spezielle Filterung ist eine Verrohrung notwendig. Um die Rohre anzubringen, müssen Löcher in das Glas gebohrt werden, die allerdings nichts an der Stabilität ändern. Bei der Verwendung von Weissglas kann es zu einem Grünstich kommen. Es empfiehlt sich die Verarbeitung von optischem Glas. Optisches Glas ist allerdings in der Anschaffung sehr teuer. Viele Aquariumbauer verarbeiten daher nur an der Frontscheibe optisches Glas. Aquarien mit gebogenen Scheiben sind sehr begehrt bei Kunden. Um das Glas zu biegen wird Floatglasscheibe in eine Edelstahlform gebracht und erwärmt. Durch Computersteuerung im Biegeofen wird sie langsam verformt.
 
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