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Eine Brille besteht aus einem Gestell und zwei geschliffenen Gläsern. Zum einen werden Brillen als Sehhilfen benutzt, zum anderen dienen Brillen dem Schutz der Augen.
Die Gläser einer Brille werden industriell aus Mineralglas oder Kunststoff hergestellt. Kunststofflinsen sind vorteilhaft, da sie ein geringes Gewicht aufweisen und nicht splittern. Andererseits sind diese Linsen besonders anfällig für Kratzer.
Wie entsteht eine Brille?
Die Herstellung einer Brille bedarf trotz modernster Technik immer noch der Handarbeit eines Augenoptikers. Die Herstellung einer Brille aus der Fassung und den Gläsern erfolgt meist in der eigenen Werkstatt. Handgriffe wie das Einsetzen, Anpassen und Ausrichten bleiben trotz moderner Hilfsmittel, wie Schleifmaschinen, der Geschicklichkeit des Augenoptikers überlassen. Durch die Vielzahl der verschieden Brillen und die Individualität der Kunden ist auch in Zukunft die handwerkliche Seite des Berufes Augenoptiker gesichert. Um die Fassung einer Brille herzustellen bedarf es etwa 50 Arbeitsschritten. Die Wahl der richtigen Gläser zum Schutz der Augen und für einen angenehmen Tragekomfort ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium bei der Brillenherstellung. Vier Faktoren tragen entscheidend zur Linsenwahl bei. Das Material, die Struktur der Linse, Qualitätsverbesserung durch Veredelung wie Tönung oder Entspiegelung und das Design.
Glasarten
Weitsichtigkeit wird durch den Einsatz von Plusgläsern (sphärische Gläser) behandelt. Kurzsichtigkeit wird mit Minusgläsern (sphärische Gläser) behandelt. Eine Kombination aus beiden Gläsern wird als Bifokalglas bezeichnet. Im unteren Sichtbereich einer Brille befindet sich dabei das Plusglas und im oberen Bereich befindet sich das Minusglas. Wenn der Übergang zwischen den einzelnen Glasarten nicht sichtbar ist, spricht man von Gleitsichtgläsern. Ein weiterer Brechungsfehler des Auges, sog. Astigmatismus, wird mit einer Kombination aus Zylinderglas und Sphärischem Glas korrigiert. Die Glaskombination bezeichnet man als Sphärozylinder. Das Brillenglas an sich nennt man sphäro-torisches Brillenglas.
Veredelung von Brillengläsern
Brillengläser können neben dem Schliff auf unterschiedlichste Arten veredelt werden. Die Tönung von Brillengläsern ist je nach Verwendungszweck unterschiedlich. Selbsttönende Gläser besitzen die Fähigkeit je nach Einstrahlungsintensität von Sonnenlicht die Intensität der Tönung anzupassen. Selbsttönende Gläser bezeichnet man auch als phototrop. Die selbstständige Tönung wird durch eine Beschichtung mit Silberhalogeniden oder Silbersalzen erreicht. Wenn kurzwelliges Licht auf das Brillenglas trifft, zersetzen sich die Silberhalogenide. Das Glas färbt sich durch Freiwerden von metallisch atomarem Silber, grau. Wird die Bestrahlungsintensität verringert, tritt eine Wiedervereinigung der Salze ein und die Färbung geht zurück. Eine weitere Form der Veredelung ist die Entspiegelung. Die Entspiegelung verringert bzw. vermeidet die Spiegelung von Licht in den Brillengläsern. Bei der Seidenmattierung wird dazu die Glasoberfläche leicht angeätzt und so entspiegelt. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, wie Tauchverfahren oder das Bedampfen um Gläser zu entspiegeln. Eine dritte Veredelungsform ist die spezielle Beschichtung der Gläser. Diese vermindert Reflexe und gewährleistet einen besseren Kratzschutz.
Einige Brillenarten | Gleitsichtbrillen | übergangslos scharfes Bild, unten Leseteil mit scharfem Bereich, Geradeausblick durch das Fernteil, Sehschärfe in Randbereichen nicht optimal | | Lesebrille | meist als Halbbrille, in die Ferne ohne Brille sehen, zum Lesen wird das Brillenteil genutzt | | Bildschirmarbeitsplatzbrille | besonders breiter mittlerer Bereich, nicht für Alltag geeignet da der Fernbereich sehr hoch gelegen ist | | Zwischenbereichsbrille | großes Nahfeld, Feld für mittlere Entfernung, keine Progressionzone
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