Weinflaschen
Die Entwicklung der Weinflasche

Für die Aufbewahrung von Wein ist die Weinflasche die beste Möglichkeit. Aber nicht nur in Glasflaschen sondern auch in Tetra Paks wird Wein abgefüllt. Eine Norm für die Herstellung von Weinflaschen gibt es seit 1977.

Die Verwendung von Glasflaschen kam das erste Mal im 17 Jahrhundert auf. Im 19 Jahrhundert war die Weinflasche zur beliebtesten Aufbewahrung für Wein geworden. Durch seine Neutralität ist Glas besonders beliebt als Verpackungsmaterial von Lebensmitteln. Durch die Verwendung von Glas konnte Wein länger haltbar gemacht werden. Die ersten Flaschen bestanden aus schwarzem Glas, was später durch grünes und braunes glas ergänzt wurde.

Grundsätzlich geht man davon aus, dass je dunkler die Flasche um so geschützter ist der Wein vor schädlicher UV-Strahlung. Die ersten Weinflaschen hatten eine extrem bauchige Form. Mit der Zeit ging das Weinflaschendesign aber mehr in die zylindrische Form über. Abhängig für die Form der Flasche war zusätzlich die Region ,aus der, der Wein stammte. Zu Beginn des 19 Jahrhunderts wurde dann die erste Flasche von einer Maschine hergestellt und die Gleichförmigkeit der Flasche setzte sich durch. Flaschenformen

Die Bordeauxflasche

Meist wird diese Flasche für trockene Rotweine verwendet. Der Boden ist, zur Verhinderung von Ablagerungen, leicht gewölbt. Typische Form der Flasche sind die breiten Schultern.
 
Die Burgunderflasche

Die Burgunderflasche wird sowohl für Weißwein als auch Rotwein verwendet. Diese Weinflaschenart gibt es häufig in Grünglasvarianten aber auch aus Klarglas.
 
Die Hoch- oder Schlegelflasche

Diese Flaschenart hat eine Flötenform und ähnelt der Burgunderflasche. Diese Flasche stammt aus Deutschland und wird daher meist für das Abfüllen von Rebsorten, die in Deutschland verwendet werden, genutzt. Unterschiedlich von Anbauregion zu Anbauregion variieren die Farben des Glases der Flasche. Am Rhein ist das Glas eher braun und an der Mosel eher grün.
 
Die Champagnerflasche

Die Champagnerflasche besteht aus dickwandigem Glas. Das Glas muss dicker sein um dem Druck im Inneren der Flasche Stand zu halten. Die Champagnerflasche besteht üblicherweise aus Grünglas. Seltene Abweichungen werden in Klarglas hergestellt. Um den empfindlichen Wein vor Sonnenlicht zu schützen werden Klarglasflaschen in Folie verpackt.
 
Flaschengrößen


Die Größe der Weinflasche hat Auswirkungen auf den Reifeprozess des Weins. Je kleiner die Flasche desto schneller reift der Wein.


 0,25 Liter:  Piccolo
 0,5 Liter:  Französischer Pot
 0,7 Liter:

 fast ausschließlich Spirituosen vorbehalten, manchmal in der Schweiz anzutreffen.

 Für deutsche Weine bis 1971 üblich.

 0,75 Liter:  Flasche, Normalflasche,
 0,8 Liter:  ein französischer Litron
 1 Liter:  Literflasche
 1,5 Liter  und größer: Magnumflasche
 2 Liter:  Doppelliterflasche
 2,5 Liter:  Marie-Jeanne (bei altem Bordeaux bis ca. 1970)
 3 Liter:  Doppelmagnum (Bordeaux) ,Jeroboam (Champagner)
 4,5 Liter:  entspricht einer Sechsfach-Flasche
 5,0 Liter:  Jeroboam
 6 Liter:  Methusalem (Champagner, Burgunder)
 6,4 Liter:  Imperiale (Bordeaux)
 9 Liter:  Salmanazar (nur für Champagner)
 12 Liter:  Balthazar (nur für Champagner)
 15 Liter:  Nebukadnezar  (nur für Champagner)
 18 Liter:  Goliath bzw. Melchior, auch Bordeaux, Toskana oder Südafrika genannt
 20 Liter:   Solomon
 27 Liter:  Primat (nur für Champagner)
 30 Liter:  Melchisedech (nur für Champagner)
 45 Liter:  Demi-John, entspricht einer 60-fach-Flasche
 98,5 Liter:  Adelaide
 
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