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Glas in Massen

Laut Umweltbundesamt wurden in Deutschland im Jahr 2014 rund 7,480 Millionen Tonnen (Mio. t) Glas hergestellt. Davon entfielen 4,051 Mio. t auf Behälterglas und 2,119 Mio. t auf Flachglas. Rund 333.000 Tonnen wurden für Spezialglas im Haushalt, Forschung oder Wirtschaft verwendet.

Massenprodukt "Glas"

Auch Produzenten von Mineralwollen haben zu dieser massenhaften Produktion beigetragen: Rund 978.000 t Glas- und Steinwolle wurden 2014 als Verwendung für Dämmmaterial hergestellt.

Leicht recycelbar

Das Material Glas lässt sich unendlich oft wieder einschmelzen und zu neuen Produkten verarbeitet werden. Recycling-Glas schmilzt bei niedrigeren Temperaturen als die zur Glasherstellung erforderlichen Rohstoffe, wodurch der Energiebedarf sinkt, wenn Glasscherben zugesetzt werden. Geschätzt sinkt der Energiebedarf um etwa 0,2 bis 0,3 Prozent. Damit trägt das Recycling zum Klimaschutz bei und spart Rohstoffe wie Quarzsand, Soda und Kalk ein. Das wiederum trägt ebenfalls zur Verringerung der Umweltbelastung bei, die normalerweise beim Glas-Herstellungsprozess entsteht. Ein weiterer Vorteil beim Recycling-Glas entsteht dadurch, dass Altglas nicht deponiert werden muss.

Glasscherben als Bestandteil der Glasherstellung

In der Glasherstellung werden Ausschuss-Glasscherben wieder eingesetzt, sofern sie den herstellungsspezifischen Anforderungen genügen. So können Farbgläser oder Keramikscherben nicht verwendet werden, wenn beispielsweise ein Weißglas hergestellt wird.

2008 wurden laut Umweltbundesamt 62,7 Prozent Scherben in Glaswannen eingesetzt. Im Jahr 2006 sind es bei der Produktion von Braunglas im Schnitt 40 Prozent Altglas gewesen, bei Weißglas 57 Prozent und bei Grünglas 63 Prozent. Die Spitzenwerte liegen bei einzelnen Schmelzwannen bei rund 70 Prozent (Weißglas und Braunglas) oder etwa 90 Prozent (Grünglas).

Altglas wird wichtige Rohstoffkomponente

In der Behälterglasindustrie erfährt die stoffliche Verwertung von Altglas eine besonder große Bedeutung. Als mittlerweile wichtigste Rohstoff-Komponente verwenden Unternehmen der Behälterglas-Industrie Altglasscherben der unterschiedlichen Farben. Um ein weißes Behälterglas zu produzieren, ist bei einer Altglasscherben-Zugabe von 50 Prozent eine Farbreinheit von 99,7 Prozent erforderlich. Der Fehlfarben-Anteil bei Braunglas darf die 8-Prozent-Marke nicht überschreiten. Nur bei Grünglas ist ein Fehlfarben-Anteil von bis zu 15 Prozent zulässig.

Hohe Qualitätsanforderungen bei Flachglas

Bei der stofflichen Verwertung in der Flachglas-Industrie gelten besondere Anforderungen an die Farbreinheit und Blasenfreiheit. Die Hersteller von Flachglas setzen daher überwiegend sortenreine Glasscherben aus weiter verarbeitenden Betrieben sowie eigenes Scherbenmaterial ein. Die Sammelsysteme dieser sortenreinen Flachglasprodukte wurden in den vergangenen Jahren ständig ausgebaut und liefern mehr qualitativ hochwertiger Recycling-Gläser. Altglas, das nicht den Qualitätsanforderungen entspricht, wird in einer der zehn Aufbereitungsanlagen in Deutschland aufbereitet.

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