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Glas Medikamente sicher verpackt

Glas-Verpackung für sichere Medikamenten-Aufbewahrung

Delamination ist das Ergebnis einer Wechselwirkung: Unter ganz bestimmten Umständen kommt es zu einer Wechselwirkung zwischen Glasoberfläche und Medikament, das Glas delaminiert im Laufe der Zeit und kleine Glasflitter werden in der Lösung sichtbar. Der Mechanismus dahinter ist mittlerweile sehr gut erforscht: Wenn das Glas erhitzt und zum Fläschchen geformt wird, können inhomogene Stellen an der Oberfläche entstehen, was das Glas dort schwächt. „Mit diesem Wissen haben wir den bestehenden Produktionsprozess verbessert und können Fläschchen heute so produzieren, dass das Risiko einer späteren Delamination auf ein Minimum reduziert wird“, sagt Andreas Reisse, Executive Vice President der Geschäftseinheit Pharmaceutical Systems bei Schott.

 

Um die Qualität der Fläschchen nachzuweisen, führt sein Team fortlaufend Tests und Studien durch. Zum einen hat es einen Schnelltest entwickelt, der die laufende Produktion überwacht. Zum anderen haben Schott Vials DC ihre Eigenschaften in Langzeitstudien unter Beweis gestellt. Ergebnis: Während Standardfläschchen Delamination oder entsprechende Frühindikatoren aufzeigten, blieben die neuen Schott-Fläschchen stabil.

 

„Das Konzept ist aus mehreren Gründen für die Branche interessant“, so Reisse. „Schott Vials DC können auch für schon zugelassene Medikamente eingesetzt werden, und zwar ohne Neu-Registrierung. Sie minimieren das Risiko von Rückrufaktionen und leisten insgesamt einen großen Beitrag zur Patientensicherheit.“

 

Eine neue Generation Pharmafläschchen bringt das seltene Phänomen Glasdelamination unter Kontrolle. (Foto: Schott)

Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung dieser Innovation spielt auch das Basismaterial: Fiolax Pharma-Rohrglas. Firmengründer Otto Schott stellte es erstmals vor über 100 Jahren aus dem von ihm entwickelten Borosilikatglas her. Das Besondere daran: Dieses Glas ist chemisch besonders beständig.

 

Jedes Jahr fertigt Schott zehn Milliarden Container aus Fiolax. Aufgrund seiner Qualität ist dieses Glas mittlerweile ein De-facto-Standard in der weltweiten Pharmaindustrie, wenn es um die Verpackung von zu injizierenden Medikamenten geht – weit über die Unternehmensgrenzen von Schott hinaus.

 

Über Schott

Schott ist ein international führender Technologiekonzern auf den Gebieten Spezialglas und Glaskeramik. Mit der Erfahrung von über 130 Jahren Entwicklungs-, Material- und Technologiekompetenz bietet das Unternehmen ein breites Portfolio hochwertiger Produkte und intelligenter Lösungen an. Mit Produktions- und Vertriebs-standorten in 35 Ländern ist der Konzern weltweit präsent. Rund 15.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz von 1,93 Milliarden Euro. Die Muttergesellschaft Schott AG hat ihren Hauptsitz in Mainz und ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung.

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