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Möbel aus Glas - Trend oder fragile Nebensache?

Das Material Glas ist ein sehr spannendes Material für den Möbelbau. Aufgrund der traditionellen Produktionsweise ist dem Design von Glasmöbeln jedoch eine Grenze aufgezeigt.

Die Produktionsmöglichkeiten von Glas-Möbeln sind nicht grenzenlos. Am Beispiel der Oda-Leuchte des Designers Sebastian Herkner aus Offenbach wird deutlich, wie aufwändig die Herstellung sein kann. Der Glaskörper wird mundgeblasen, wodurch der Glasbläser ein zirka 15 Kilo schweres und sehr heißes Glas zu bewegen hat. Auch im Kühlungsprozess wird eine extrem große Kühlkammer benötigt - nichts von der Stange also.

Glastische von Neo/Craft aus Berlin

Außergewöhnliche Wohnaccessoires und Tische fertigt die Berliner Neo/Craft für ein internationales Premium-Segment. Dabei wird klassische Handwerkskunst mit modernen Herstellungstechniken kombiniert. Der im Bild gezeigte Tisch ISOM besteht aus Industrie-Flachglas. Die Scheiben sind fugenlos zu einer wabenartigen Form konstruiert worden. Die Herstellung erfolgt mit CNC-Maschinen, um beispielsweise das millimetergenaue Schleifen und den Gehrungsschnitt zu ermöglichen.

Auch die Glas Italia verwenden Glasscheiben für den Möbelbau. Bekannte Designer wie Patricia Urquiola, die Brüder Erwan und Ronan Bouroullec oder Piero Lissoni haben für diese Glasmöbel ihre Ideen geliefert. Auch diese Objekte sind nicht für den Massenmarkt bestimmt. Es sind Inspirationen, die gestalterischen Möglichkeiten mit dem Werkstoff Glas in einem modernen Kontext stellen. So kommt beispielsweise das märchenhaft anmutende Glasregal "Shimmer" von Patricia Urquiola ohne Schrauben oder sonstige Verbindungselemente aus. Lediglich ein Hightech-Kleber hält die Regalteile zusammen. Es entstehen Milimeter genaue Konstruktionen, die fragil und schwerelos erscheinen.

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