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Quartalsumsatz bei Saint-Gobain anhaltend gut mit einem Plus von 2,6%

In allen Hauptsparten konnte Saint-Gobain erneut eine Steigerung der Mengen im dritten Quartal verzeichnen. Und das trotz geringerer Werktage, die in den letzten drei Monaten angefallen sind.

Ziele wurden erreicht

Der Kommentar von Präsident und CEO Pierre-André de Chalendar zu dieser positiven Entwicklung fiel entsprechend aus: „Im dritten Quartal bestätigte sich die Erholung bei den Verkaufsmengen in Westeuropa. Frankreich profitierte von der allmählichen Verbesserung im Neubau; Großbritannien zeigte keine Anzeichen einer Abschwächung. In den USA setzte sich das Mengenwachstum im Bausektor fort, trotz fehlender positiver Wettereinflüsse im Bereich „Roofing“ im dritten Quartal. Unsere Aktivitäten in Asien und den Schwellenländern zeigten sich mit einem erneut robusten Wachstum weiterhin stark. Der Preiseffekt wechselte im dritten Quartal wieder in den positiven Bereich, ein Zeichen für Saint-Gobains Stärke auf seinen Märkten.

Mit diesen Ergebnissen, die im Einklang mit den Zielen 2016 stehen, kann die Saint-Gobain-Gruppe ihr für das zweite Halbjahr festgelegte Ziel einer Steigerung des Betriebsergebnisses bei vergleichbaren Strukturen und Wechselkursen gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2015 halten.“

Darstellung der Geschäftsentwicklung

Die Saint-Gobain-Gruppe konnte in den ersten neun Monaten einen Umsatz von 29.306 Millionen Euro verzeichnen. Im Vergleichszeitraum 2015 waren es 29.826 Millionen. Negative Auswirkungen zeigten die Veränderungen im Konsolidierungskreis mit -1,1% durch Veräußerungen, die 2015 im Rahmen der Optimierung des Portfolios im Baufachhandel durchgeführt worden sind.

Der Wechselkurs-Effekt von -3,2% stellt sich insbesondere durch die Abwertung der lateinamerikanischen Währungen und des britischen Pfunds gegenüber dem Euro dar. Im dritten Quartal verringerte sich dieser Effekt auf -2,6%, hauptsächlich durch die Aufwertung der brasilianischen Währung.

Auf vergleichbarer Basis ist der Umsatz in den ersten neun Monaten um +2,6% gestiegen, im dritten Quartal um +2,1%. Der Anstieg der Verkaufsmengen setzte sich im dritten Quartal mit +1,6% fort; hieraus ergibt sich eine Steigerung von +2,8% in den ersten neun Monaten, die zum Teil auf die höhere Anzahl von Werktagen im zweiten Quartal zurückzuführen ist.

Die Verkaufspreise erhöhten sich im dritten Quartal um +0,5%, bei einer Stabilisierung in Westeuropa und einem weiterhin leichten Rückgang in den USA in einem allerdings weniger deflationären Umfeld.

 

Ergebnisse der Hauptsparten (auf vergleichbarer Basis)

 

Der Umsatz der Hauptsparte Innovative Werkstoffe ist in den ersten neun Monaten um +4,3% und im dritten Quartal, das immer noch von der Aktivität Flachglas getragen wurde, um +4,2% gestiegen.

  • Der Bereich Flachglas verzeichnete auch im dritten Quartal ein gutes internes Wachstum von +5,9% (+6,3% in den ersten neun Monaten), bedingt durch die Verbesserung beim Mix und die Erhöhung der Verkaufspreise beim Bauglas in Westeuropa. In Asien und den Schwellenländern setzten die Bauwirtschaft und der Automobilsektor ihre gute Entwicklung fort.

  • Nach +2,0% im ersten Halbjahr erzielten die Hochleistungswerkstoffe (HPM) auch im dritten Quartal eine Umsatzsteigerung (+2,2%). In diesem Zeitraum legten alle Aktivitäten zu, insbesondere Ceramics und Textile Solutions.

Bauprodukte mit einem Plus von 1,6%

  • Der Innenausbau erreichte in den ersten neun Monaten eine Umsatzsteigerung von +4,3%. Im dritten Quartal legten die Umsätze in allen Regionen weiter zu (+2,5%), trotz eines negativen Effekts durch die geringere Anzahl an Werktagen (positiver Effekt im zweiten Quartal, leicht negativer Effekt im dritten Quartal). In einem noch deflationären Umfeld blieben die Preise in den Industrieländern leicht unter Druck, jedoch nicht mehr so stark wie zuvor.

  • Die Verschlechterung in der Aktivität Außengestaltung verringerte sich im Neun-Monats-Zeitraum auf -1,1% dank einer Umsatzsteigerung von +0,6% im dritten Quartal. Der Rückgang in der Aktivität Rohrleitungsguss ist jetzt im Verhältnis moderater, da das dritte Quartal 2015 bereits unter dem Einfluss einer sehr schwierigen Konjunktur gestanden hat. Die Produkte für die Außengestaltung in den USA verzeichneten im dritten Quartal ein Mengenwachstum, obwohl sie nicht von gleich günstigen Wetterbedingungen wie im zweiten Quartal profitieren konnten. Die Preise blieben leicht rückläufig, verbesserten sich aber im Quartalsvergleich parallel zu den Asphaltkosten. Die Aktivität Werkmörtel meldete ein gutes Quartal, das insbesondere von Asien und den Schwellenländern getragen wurde. In Brasilien stabilisierte sich das Geschäft trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes.

Die Umsätze der Hauptsparte Baufachhandel erhöhten sich in den ersten neun Monaten um +2,6%. Nach einem ersten Halbjahr, das von einem positiven Effekt durch die höhere Anzahl von Werktagen profitierte, stiegen die Verkaufsmengen auch im dritten Quartal, das ein internes Wachstum von +1,6% verbuchte. In Frankreich bestätigte das Geschäft die Erholung auf dem Neubausektor, während der Renovierungsmarkt schwach blieb. Das gute Mengenwachstum setzte sich insbesondere in den nordischen Ländern, in Spanien und den Niederlanden fort sowie auch in Deutschland und Großbritannien, das keine Anzeichen einer Verschlechterung erkennen ließ. Der Druck auf die Verkaufspreise schwächte sich in einem weniger deflationären Cost-of-Sales-Umfeld ab. Brasilien litt weiterhin unter dem Konjunktureinbruch.

 

Analyse geografische Gebiete

  • Frankreich profitierte von der Erholung im Neubaugeschäft, während der Markt für Renovierungen vorläufig schwach blieb. Das interne Wachstum verzeichnete im dritten Quartal ein Minus von -0,5%, bedingt durch den leicht negativen Effekt infolge der geringeren Anzahl von Werktagen sowie die anhaltend sinkenden Preise.

  • Die anderen westeuropäischen Länder setzten ihr gutes Wachstum mit +3,2% fort (+3,9% in den ersten neun Monaten), worin sich die guten Marktbedingungen in allen wichtigen Ländern, einschließlich Großbritannien, widerspiegeln.

  • In Nordamerika entwickelten sich die Verkaufsmengen im Bausektor im dritten Quartal weiterhin gut, auch wenn die Aktivität Roofing nicht mehr wie im zweiten Quartal von günstigen Wetterbedingungen profitierte; die Verkaufsmengen im Bereich Industrie gingen leicht zurück. In einem immer noch deflationären Umfeld blieb es bei einem negativen Preiseffekt. Das interne Wachstum verzeichnete damit ein Minus von -1,0% im dritten Quartal, legte in den ersten neun Monaten aber um +2,1% zu.

  • Asien und die Schwellenländer erzielten im dritten Quartal ein gutes Umsatzwachstum von +6,1% und bestätigten hiermit die im ersten Halbjahr beobachtete Entwicklung (+4,9%). Brasilien blieb rückläufig, China verbesserte sich.

 

Ausblick 2016

 

Für das vierte Quartal geht Saint-Gobain von folgenden Entwicklungen aus:

  • Frankreich wird weiterhin von der Erholung im Neubau profitieren, während der Renovierungsmarkt noch keine Anzeichen einer Verbesserung zeigen wird.

  • In den anderen westeuropäischen Ländern dürfte sich das Wachstum weiter fortsetzen.

  • Nordamerika dürfte sich im Bausektor weiter gut entwickeln, während die Märkte der Industrie zögerlich bleiben.

  • In Asien und den Schwellenländern dürften unsere Aktivitäten ein weiterhin gutes internes Wachstum erzielen.

Prioritäten für 2016

 

Die Saint-Gobain-Gruppe hält an ihren Handlungsprioritäten für 2016 fest:

  • Fokussierung auf die Verkaufspreise in einem immer noch deflationären Umfeld

  • weitere Einsparungen in Höhe von ca. 250 Millionen Euro im Vergleich zur Kostenbasis 2015, davon 150 Millionen im ersten Halbjahr

  • Sachinvestitionen in Höhe von rund 1.400 Millionen Euro

  • F&E-Investitionen zur Unterstützung der Strategie der Differenzierung und Förderung von Lösungen mit höherem Mehrwert

  • Fokussierung auf das Generieren einer hohen freien Selbstfinanzierung

  • Fortsetzung des geplanten Erwerbs der Mehrheitskontrolle an Sika

 

Die Saint-Gobain-Gruppe bestätigt ihre Ziele für das Jahr 2016 und erwartet für das zweite Halbjahr eine Verbesserung des Betriebsergebnisses bei vergleichbaren Strukturen und Wechselkursen gegenüber dem zweiten Halbjahr 2015.

 

 

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