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Roto-Gruppe bleibt auf Kurs

Trotz per saldo kräftiger markt- und währungsbedingter Gegenwinde bleibt die Roto-Gruppe mit einem prognostizierten Gesamtumsatz von rund 620 Mio. Euro nach Aussage des Vorstandes auch 2016 „fest in der Spur“. Für 2017 strebt der international tätige Bauzulieferer ein Umsatzplus zwischen 4 und 5 % an. Am größten Fertigungsstandort im ungarischen Lövö (Foto) werden im Wesentlichen Fenster- und Türbeschläge produziert.

Roto hält Kurs

Die in Bad Mergentheim beheimatete Roto-Gruppe hat 2016 trotz markt- und währungsbedingter Gegenwinde gut den Kurs gehalten. Mit rund 620 Mio. Euro Jahresumsatz bewegt sich das Unternehmensergebnis auf Vorjahresniveau.

Erwartung 2017

Für dieses Jahr erwartet der Bauzulieferer keine nennenswerten Marktbelastungen, sondern vielmehr eine Stabilisierung in allen Bereichen. Ein Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent ist geplant. Nichtsdestotrotz sind viele Unwägsamkeiten vorhanden, die das Marktgeschehen beeinflussen. Beispielsweise die weitere amerikanische Wirtschaftspolitik unter dem neuen Präsidenten Donald Trump. Protektionismus, Inflation und Staatsverschuldung sind nur einige der möglichen Risiken.

Da die Roto-Gruppe international tätig ist, wirken sich Krisenherde und politische Unruhen auf der Welt ganz direkt aufs Geschäft aus. In China standen somit im 3. Quartal starke Einbußen zu Buche und in Brasilien setzt sich der Trend der Marktverluste ungehindert fort. Besonders schmerzhaft ist laut Roto-Vorstandsvorsitzenden Dr. Eckhard Keill der weitere Einbruch in Russland, der vor allem durch Wirtschaftssanktionen und den niedrigen Ölpreis zustande kam. Zu den Wachstumsregionen gehörten Süd- und Osteuropa sowie in erster Linie Nordamerika. In Europa rechnet Keill überwiegend mit einem moderaten Aufwärtstrend. Im Einzelnen gelte das u. a. für Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Polen. Zu den Verlierern zähle Großbritannien – und das „wohl deutlich“. Alles in allem dürften sich die Fenster- und Türenmärkte 2017 stabilisieren.

Gesamtmarkt schrumpft

Der leichte Mengenanstieg in Europa könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Gesamtmarkt seit 2007 bis heute um ein Viertel auf 70 Mio. Fenster-Einheiten geschrumpft sei. Für Deutschland weist Keill auf „zu optimistische offizielle Verbandszahlen“ hin. Wichtig seien zudem generelle, bisher aber kaum thematisierte Branchenprobleme. So führe der anhaltende Konsolidierungsprozess zu sinkenden Unternehmenszahlen. Laut Studie gibt es aktuell noch 6.400 Fenster- und Türenproduzenten, nachdem es 2011 noch 6.700 waren. Trotzdem seien erhebliche Überkapazitäten vorhanden, die der Untersuchung zufolge z. B. bei rund 5 Mio. Fenstereinheiten pro Jahr liegen.

 

 

 

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