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Vom Windauge zum intelligenten Fenster

Fenster haben eine relativ junge Geschichte innerhalb der gesamten Menschheitsgeschichte. Denn erst vor knapp 12.000 Jahren kamen Siedler überhaupt auf die Idee, Häuser zu errichten. Diese dienten als Schutz vor Regen und Kälte und daneben auch vor unliebsamen Nachbarn. Diese Häuser bestanden im ersten Schritt aus vier Wänden und einem Dach – ohne Fenster.

Da es zum damaligen Zeitpunkt jedoch schon Feuerstellen gab und diese nun innerhalb des Hauses genutzt wurden, stieg die Feinstaub-Konzentration erheblich an. Um Abhilfe zu schaffen, schlugen die Menschen also Löcher in die Wände. Das löste das Problem der Lichtarmut und schlechten Luft, ließ aber nunmehr die Kälte ins Haus. Im Norden wurden deswegen diese Öffnungen nur so groß gemacht, dass der Rauch abziehen konnte. Es waren lediglich Schlitze in der Wand (engl. Wortursprung für window ist das „Windauge“).

Zur Abwehr von Zugluft, Schnee und Regen wurden die Öffnungen mit Tierfellen oder Holz geschlossen, was jedoch keine komfortable und zufriedenstellende Lösung darstellte.

Aufgrund von Zufallsfunden wurde das heutige Obsidian gefunden, das durch Blitzeinschläge und Vulkan-Ausbrüche herausgebrannt wurde. Auf dieser Grundlage wurde das Rezept von Glas entwickelt, indem die Menschen vor rund 3.500 Jahren gezielt Quarzsand, Pflanzenasche und Kalk mischten und erhitzten. Damit war Glas das erste Material geworden, dass Menschen künstlich herstellen konnten.

Aber erst rund 1.400 Jahre später wurde das Material von Handwerkern als Scheibe weiter verarbeitet. Diese ersten Fensterscheiben waren trüb und sehr klein. Kostspielig obendrein, so dass sich nur die reichsten Bürger Fensterscheiben leisten konnten.

Die Zutaten für die Glasherstellung haben sich seitdem aber kaum geändert, die Glasherstellung ist jedoch enorm verfeinert worden und es gibt heutzutage alle möglichen gestalterischen und technischen Raffinessen bei der Fenster-Herstellung. Das moderne Fenster verfügt über die Eigenschaften einbruchshemmend, schalldicht und wärmeisolierend. Sie sind heute 2-fach verglast mit Argonfüllung und morgen wahrscheinlich im Standard schon mit Vakuum-Füllung. Diese Weiterentwicklung würde der Schalldämmung sehr entgegen kommen, denn Schall breitet sich im Vakuum so gut wie gar nicht aus.

Bis diese Entwicklung jedoch auf den deutschen Markt kommt, wird es noch ein paar Jahre dauern. Bis dahin werden die Argonfenster mit allerlei Funktionen ausgestattet wie beispielsweise mit einer innovativen Lüftungsmethode, die über Sensoren die Außentemperartur misst und das Öffnen und Schließen des Fensters darüber steuert. Ebenfalls gibt es bereits eine "Intelligenz", die Fenster bei zu großer Lautstärke schließt.

 

 

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