Ihre Firma eintragen

Wenn Schnee zur Last wird

Glasvordächer haben im Winter einiges auszuhalten, wenn sich die Schneelast auf ihnen nieder lässt. Umso wichtiger ist eine genaue Planung der Überkopfverglasung, um einen sicheren Halt zu gewährleisten.

Schneearten

Schnee ist nicht gleich Schnee. So wiegt Neuschnee, der frisch gefallen ist, ca. 1 kN/m³ (100 kg je Kubikmeter). Nach ein paar Stunden oder Tagen setzt sich der Schnee und wiegt dann ca. 2 kN/m³. Altschnee verdichtet sich manchmal über die Wochen bis zu einem Gewicht von 3,5 kN/m³. Je feuchter der Schnee ist und dabei vielleicht noch gefriert, kann gefrorener Schnee ein Gewicht bis ca. 9,2 kN/m³ annehmen.

Bei einem geneigten Vordach wirkt Schnee gleich in 2 Richtungen: senkrecht nach unten (Flächenlast) und als Schubkraft parallel zur Vordach-Oberfläche (Trauflast). Aufgrund des geringen Neigungswinkels von Glasvordächern wird bei diesen Dachtypen vorrangig die Flächenlast berechnet.

Schneelastzonen

Deutschland ist in unterschiedliche Schneelastzonen unterteilt, die sich an Regionen und der Höhe des Gebäudestandortes über N.N. ausrichten. In den Hochlagen von Gebirgen ist die Schneelast naturgemäß besonders hoch, im Rheinland dafür eher gering. Durch Schneebeeinflussung aus Skandinavien ist die Schneelastzone im norddeutschen Tiefland mit einem Faktor von 2,3 höher als in der Norm. Schneelastzonen-Karten finden Sie im Internet unter dem Keyword DIN EN 1991-1-3/NA:2010-12, außerdem sind in den meisten technischen MF-Programmen die Schneelastzonen mit Postleitzahl genau hinterlegt.

 

    Aktuelle Firmeneinträge